Woher weiß man eigentlich für welchen Sport man geeignet ist? Talent ist natürlich grundsätzlich nicht verkehrt, doch für mich gab es auch immer noch etwas anderes – die Entscheidung Mannschaftssport ja oder nein.
In meiner Kindheit habe ich Fußball gespielt und schon mit 6 Jahren habe ich mich über Fehler von anderen geärgert. Das Gefühl, wenn ein anderer Spieler den Ball verliert und daraus ein Tor für den Gegner entstand, war für mich immer eine Qual. Doppelt geärgert habe ich mich dann darüber, als es der Person dann auch noch ziemlich egal war – am liebsten gekoppelt mit der Aussage „ist doch nur ein Spiel“.
JA, prinzipiell richtig. Doch bei mir ist es anders, sobald ich im Sportmodus bin, fällt ein Schalter in meinem Kopf und es zählt nur mehr eines – SIEG. Aus diesem Grund bevorzuge ich Sportarten wie Tennis, Squash, Badminton, Laufen – oder eben mein Fitnesstraining. Ich bin auf mich alleine gestellt, bin selbst für Fehler, Sieg und Niederlagen verantwortlich.
Daher spiele ich am liebsten mit Gegnern, deren Ehrgeiz ähnlich ist. Eine Stunde „lockeres“ Badminton ist für mich ein Graus, mein Kopf möchte ein Match spielen, sich duellieren und einfach alles geben, um am Ende zu gewinnen. Daher Danke lieber Holli und lieber Leo – ihr seid und ward immer die besten Gegner!
Ich denke diese Einstellung macht auch meine Freude am Fitnesscenter aus. Hier kämpfe ich jedes mal – gegen mich selbst und ich bin mein härtester Gegner. Ich beobachte mich kritisch im Spiegel, pushe mich zu neuen Höchstleistungen und beweise ausschließlich mir selbst wie weit ich gehen kann.
Bodybuilding ist ein Sport für Egoisten – und was den Sport betrifft bin ich ein solcher – und ich stehe dazu 🙂