Durchs Leben ohne Ziele zu laufen geht meist einher mit Stillstand, man kommt nicht weiter und bewegt sich keinen Zentimeter. Für einige Menschen scheint dies sicherlich ausreichend zu sein, für jemanden der Sport betreibt, sollte es aber immer voran gehen. Doch wie stellt man Fortschritt sicher? Was muss man dafür machen? Und vor allem – wie stellt man den Erfolg dann auch fest?
Der erste Schritt ist es sich Ziele zu setzen – nur wenn ich weiß was ich erreichen möchte, kann ich den Weg dorthin entsprechend planen. Ich setze mir immer wieder neue Ziele, Ziele die auch erreichbar sind.
Mit 14 Jahren habe ich mir immer gedacht ich werde einmal ein Mr. Olympia werden, prinzipiell auch ein Ziel – aber es hatte mehr mit jugendlichen Unwissen als mit Realismus zu tun. Ziele sollten immer realistisch gewählt werden und sich in Etappenziele unterteilen.
Mit rund 20 Jahren wollte ich unbedingt auf einer Bodybuilding Bühne stehen, mein großes Ziel. Da ich den Sport aber schon damals als Hobby ausgeführt habe, war mir klar, dies nicht in einem halben Jahr zu erreichen. Also versuchte ich meine damaligen Schwächen herauszufinden und diese gezielt zu beseitigen. So wurden immer wieder Ziele gesteckt (hintere Schulter verbessern, Wadenmuskulatur stärken,…) und auch erreicht. Aufgrund unterschiedlichster Umstände dauerte es einige Jahre, aber am Ende des Tages stand ich auf einer Wettkampfbühne – das Ziel war erreicht.
Auch heute setze ich mir noch Ziele. Zu Beginn des Jahres legte ich meinen Schwerpunkt auf meine Oberschenkelmuskulatur, da ich diese in den letzten Jahren nach meinem Bandscheibenvorfall sicherlich vernachlässigt habe. Also wurde wieder regelmäßig Beine trainiert, unterschiedlichste Übungen und mit genau der gleichen Intensität wie für den Rest des Körpers. Nach den ersten Trainingseinheiten konnte ich am nächsten Tag nicht einmal von einem Sessel aufstehen – doch ohne Schweiß kein Preis. Heute Mitte August bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, sowohl die Teilung im Quadrizeps als auch der Umfang des Oberschenkels hat zugelegt – Ziel erreicht.
Ein weiteres Ziel in diesem Jahr hat sich eher zufällig ergeben – beim Wien Marathon wurden von meiner Firma mehrere Staffeln aufgestellt (d.h. zu viert läuft man die Marathondistanz). Als Läufer würde ich mich definitiv nicht bezeichnen, aber mir war sofort klar, hier muss ich mitmachen. Meine Teilstrecke war schnell zugeteilt (11,4 km) und da so eine Distanz noch nie gelaufen bin, habe ich einfach meine normale 5 km Zeit (meine bisherige Standardstrecke) hochgerechnet. Mein Ziel war es unter 1:15 Stunden zu bleiben. Ein extra Training habe ich nicht durchgeführt, ich habe einfach meine Cardio-Einheiten ausgeweitet und mein Gewicht von 92 auf rund 90 kg gesenkt.
Am Ende des Tages (oder der 11,4 km) war meine Zeit 1:06 Stunden, fast 10 Minuten unter meiner angepeilten Zeit – Ziel erreicht (würde ich sagen).
Meine nächsten Ziele habe ich auch schon vor Augen … dazu in Kürze mehr in einem meiner nächsten Blogbeiträge…
In diesem Sinne … Ziel setzen … Trainieren ..Ziel erreichen !