Hat man einmal den Beschluss gefasst mit dem Training in einem Fitnessstudio zu beginnen, sind die nächsten Schritte schnell erledigt. Im Prinzip gibt es an jeder Ecke ein Fitnesscenter, sowohl für den kleinen als auch für den größeren Geldbeutel. Jeder hat hier seine Präferenzen, wichtig ist, man fühlt sich wohl.
Es kann also los gehen mit dem Training, rein ins Studio und ran an die Geräte. Drücken, Ziehen, Pressen, egal ob an Maschinen oder mit freien Gewichten – kann doch nicht so schwer sein. Einen eigenen Trainer nehmen? Wofür denn das bitte? Total unnötig! Rausgeschmissenes Geld! Sieht man doch sowieso bei Youtube wie es funktioniert, die sehen alle sportlich aus, denen muss man einfach alles glauben.
So, nun genug Schwachsinn im letzten Absatz geschrieben. Sich einen Trainer zu nehmen ist im Normalfall eine gute Entscheidung. Im Normalfall deshalb, weil es natürlich wichtig ist, sich einen Trainer zu nehmen, der auch über ein gewisses Fachwissen verfügt. Nicht jeder der einen guten Körper hat ist zwangsläufig ein guter Trainer. Hier empfiehlt es sich auf die Meinungen und die Erfahrungen von anderen Leuten zu hören, die besten Trainer sind jene, die entsprechend weiterempfohlen werden – und nicht die, die sich in den Vordergrund drängen und im Studio auf- und abspazieren.
Daher schnell die wichtigsten Fakten rund um einen Personaltrainer:
- Richtige Ausführung: Lasst euch zeigen, wie ihr die Bewegung richtig macht. Oft sind es kleine Tipps und Tricks, die die Übung viel effizienter machen. Vor allem im Berich der Vorbeugung von Verletzungen ist eine korrekte Ausführung wichtig.
- Abgestimmter Trainingsplan: je nachdem was für ein Ziel gesteckt wurde, ein Trainingsplan ist immer individuell abzustimmen. Vergesst vorgefertigte Trainingspläne, jeder Körper ist anders, daher muss sich ein guter Trainer auch die Zeit nehmen mit euch zu trainieren und einen auf euch zugeschnittenen Trainingsplan erstellen.
- Ernährungsplan: auch hier gilt natürlich, auf eure Bedürfnisse getrimmt. Besprecht gemeinsam mit eurem Trainer wie ihr euch aktuell ernährt und entwickelt daraus eine Strategie für die Zukunft. Keine Diät ist zielführend, sondern eine langfristige Ausrichtung in der Ernährung. Eines sollte man sich immer vor Augen führen, genauso wichtig wie das Training ist die Ernährung – oder umgekehrt, ihr könnt trainieren wie ein Weltmeister, wenn die Ernährung Mist ist, werden sich keine Erfolge einstellen
- regelmäßige Trainigsplanupdates: Setzt euch alle 8 Wochen mit eurem Trainer erneut zusammen. Der Muskel braucht Abwechslung um zu wachsen, also lasst euch durch neue Übungen / Methoden zu neuen Höhenflügen im Training bringen.
- gemeinsame Trainingseinheit: Nach einer gewissen Zeit im Training kommt man in ein kleines Motivationstief, vielleicht weil sich die Erfolge nicht so einstellen wie gewünscht, vielleicht weil man einfach andere Dinge im Kopf hat. Dies ist der optimale Zeitpunkt um eine gemeinsame Trainingseinheit mit einem Trainer durchzuführen. Ist er gut, motiviert er euch während des Trainings und hilft euch das Tief zu überwinden.
Zusammengefasst bedeutet dies sich am Beginn einen Trainer zu nehmen, der einem die Grundlagen des Sports beibringt. Ich empfehle immer gleich auch ein bis zwei gemeinsame Trainingseinheiten, damit die Motivation gleich angekurbelt wird. Anschließend alle zwei Monate ein Update des Trainingsplans und gelegentlich wieder ein gemeinsames Training (schließlich kann man immer was neues lernen).
In anderen Sportarten ist es mehr als nur üblich sich einen Trainer zu nehmen, kaum ein Golfspieler steht heute am Platz ohne sich einige Trainerstunden gegönnt zu haben – und glaubt mir, richtiges Fitnesstraining ist deutlich komplizierter als einen weißen kleinen Ball über einen Rasen in ein Loch zu befördern 🙂
In diesem Sinne – denkt darüber nach und gebt eurem Training einen neuen Kick – mit einem (guten) Trainer!