Alter ist nur eine Zahl- oder?

Ich werde 2018 meinen 40ten Geburtstag feiern … 40 Jahre … als ich zu trainieren begonnen habe, zählte man mit 40 zum alten Eisen. Und jetzt? Empfinde ich es auch zum alten Eisen zu gehören?

NEIN, definitiv nicht. Doch eines ist klar, vieles rund um meinen Körper hat sich in den letzten 23 Jahren geändert.

Wenn in meinen 20ern der Sommer näher rückte, begann ich im Mai mit meiner „Diät“, d.h. ich ließ am Abend die Kohlenhydrate weg, sonst blieb alles wie es war. Cardio-Einheiten fanden äußerst selten statt, waren auch nicht notwendig. Nach guten 2 Wochen ging es in Richtung Six-Pack. Ich empfand es immer lustig, wenn sich Leute auf Laufbändern, Ellipsentrainern oder Ergometern in Richtung Sommer quälten, nur um ein paar Kilogramm abzunehmen.

Nun, heute weiß ich wie das ist und es belustigt mich nicht mehr. Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger eine schmale Taille bzw. sich abzeichnende Bauchmuskeln zu erreichen. Also muss sich doch etwas in den letzten Jahren verändert haben.

Der Stoffwechsel hat sich verändert. Kleine Sünden (und ich rede noch gar nicht vom Naschen) werden umgehend bestraft. Konnte ich früher noch Abends locker eine (Vollkorn-)Pizza essen, ohne gleich direkt das Gefühl zu haben meine Sommerfigur beinhaltet den dazupassenden Schwimmreifen, kommt es mir nun vor, sämtliche Kalorien wandern zuallererst einmal in die Fettdepots. Fazit: Ernährung musste über die Jahre angepasst werden.

Natürlich wirke ich dem gegen, keine Kohlenhydrate am Abend bzw. meist auch wenig zu Mittag, 2-3 Cardioeinheiten auch in den Wintermonaten, je näher der Sommer rückt erfolgt eine Erhöhung auf 4-5 zusätzlichen Einheiten. Trotz alledem sind meine Hüften heute breiter und der kleine Bauchansatz ist nur mit äußersten Bemühungen wegzubekommen. Fazit: Mehr Cardio!

Gut, der Stoffwechsel hat sich also geändert. Noch etwas? Ja, ich höre heute viel mehr auf meinen Körper. Bei Schmerzen in Schulter, Handgelenken, Kniegelenken oder wo auch immer, schraube ich die Intensität des Trainings gezielt herunter – dies heißt aber nicht, ich trainieren nicht – nein, ich erhöhe die Wiederholungsanzahl, verringere das Gewicht und dehne die betroffenen Körperpartien.

Bei Verkühlungen bin ich auch etwas vorsichtiger geworden – wenn der Körper nach Pause verlangt, gönne ich ihm diese auch.Fazit: Übermut tut selten gut, Hirn einschalten beim Training!

Ich fühle mich heute nicht wie 40, fühle mich nicht alt und bin durchaus mit mir zufrieden, obgleich es mit höheren Anstrengungen als mit 20 verbunden ist – aber wenn ich mich am Ende des Tages im Spiegel betrachte weiß ich – DAS IST ES WERT.

In diesem Sinne – Alter ist wirklich nur eine Zahl, es gibt also keine Ausrede keinen Sport zu betreiben.

83de393e-4439-49b5-af98-12578da7521e

 

 

 

 

 

 


Hinterlasse einen Kommentar