Der Weg zurück…

Vier Monate lag mein Bandscheibenvorfall zurück. In dieser Zeit habe ich einiges über Rückenschmerzen, unnötige Therapien und richtige Übungen gelernt. Die Schmerzen an sich waren so gut wie verschwunden, täglich wurde gedehnt und der Bauch trainiert – doch an ein Training im Fitnesscenter habe ich erst wieder nach diesen vier Monaten gedacht.

Wie wird es wohl sein? Wie fühlen sich die Übungen an, kann ich überhaupt wieder alle ausführen? Werde ich wieder an meine Leistungen anknüpfen können? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen mich natürlich die ganze Zeit. Insgesamt hatte ich 11 Kilogramm abgenommen, es war also ein langer Weg zurück.

Für die ersten beiden Wochen entschied ich mich für ein Ganzkörpertraining (Montag – Mittwoch – Freitag), pro Muskelgruppe zwei Übungen (an Maschinen) mit jeweils drei Sätzen bei 15 Wiederholungen. Das Gewicht war bewusst nieder gewählt, wichtig war vor allem eine total saubere Ausführung. Obwohl ich keine Schmerzen hatte, spürte ich eindeutig eine Blockade in meinem Kopf. Es war mir nicht möglich das Gewicht zu steigern, zu groß war die Angst wieder Rückenprobleme zu bekommen. So konnte es natürlich nicht weitergehen, keine Frage. Also nochmal den Arzt kontaktiert und Rücksprache gehalten, ob ich auf irgendetwas aufpassen musste. Die Antwort war knapp und eindeutig: „Trainieren Sie richtig, kontrollieren Sie das Gewicht und nicht umgekehrt – dann kann nichts passieren“.

Genau dies war die Aussage die ich hören wollte. Wenn ich das anwende, was ich sowieso schon wusste, kann mir nichts passieren. So steigerte ich von Training zu Training das verwendete Gewicht. Nach weiteren zwei Wochen stieg ich wieder in das Training mit meinem Trainingspartner ein, meine Motivation steigerte sich kontinuierlich.

Mein Rücken machte keine Probleme, also nahm ich bald freie Übungen ins Programm auf. Endlich wieder Kurzhantel-Schrägbankdrücken, Langhantelcurls und ähnliches.

Der Weg zurück war langwierig und anstrengend – mit Höhen und Tiefen – aber eines war immer klar – „aufgeben“ war nie eine Option.

Ende Februar sagte mein Trainingspartner zu mir: „Du bist zurück, trainierst wieder mit den gleichen Gewichten wie früher – einfach nur genial“

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Recht hatte er! Der Weg zurück war geschafft.


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